StrategieberatungStrategie: ein Missverständnis ohne Folgen - DoDifferent

Strategie: Ein Missverständnis ohne Folgen

Strategie: ein Missverständnis ohne Folgen - DoDifferent

von Christoph Jordi

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Strategie? Ein Powerpoint-Dokument in der Schublade des CEO.
Eine Präsentation, um den Verwaltungsrat ruhig zu stellen. Ein paar Zeilen auf der Webseite, um den Aktionären ein gutes Gefühl zu vermitteln. Strategie ist dann, wenn der Abteilungsleiter hilflos mit den Schultern zuckt. Strategie ist, wenn die Mitarbeitenden sich fragen, was da gerade im Unternehmen abgeht. Hast du jetzt gerade genickt? Hier unsere Tipps, wie gute Strategiearbeit euer Unternehmen, euren Bereich oder dein Team weiterbringt.

Das Wort «Strategos» ist die antike Bezeichnung für Heerführer oder General. Seine Aufgabe war es, die militärischen Operationen zu planen und zu leiten. Das Amt des Strategen hatte bei den alten Griechen hohes Ansehen. Und irgendwie kleben wir immer noch etwas fest an dieser elitären Sicht der Planung, die an einen einzelnen auserwählten Experten delegiert wurde. In Unternehmen der postindustriellen Zeitrechnung ist es sinnvoll, möglichst viele Mitarbeitende an dieser wichtigen Weichenstellung zu beteiligen. Unsere Überzeugung: Erfolgreich sind Unternehmen, die ihre Strategie mit Fokus, Flexibilität und Freude im Team erarbeiten und umsetzen.
Hier unsere wichtigsten 10 Merkpunkte.

1. Strategie heisst, sich selber gut zu kennen

Alles beginnt mit der Mission, mit dem Purpose oder der Vision. Es ist der Ankerpunkt für jede Strategie. Weshalb gibt es dein Unternehmen? Was wollt ihr in eurem Markt und auf dieser Welt bewegen? Wer das nicht weiss, startet besser mit dem Why, How What.

2. Strategie heisst, Leute einzubinden

Strategie funktioniert dann, wenn alle eine Strategie mittragen. Oft ist damit nur die Geschäftsleitung gemeint. Es ist enorm wichtig, so viele Mitarbeitende wie möglich an der Strategiearbeit zu beteiligen. Nein, es geht dabei nicht um Basisdemokratie oder Strategie «von unten». Es geht darum, das gemeinsame Verständnis für die Organisation und ihre Ziele zu schärfen. Wir sind bei Workshops mit Mitarbeitenden immer wieder fasziniert, wie ähnlich oder meist deckungsgleich die Mitarbeitenden die strategischen Handlungsfelder definieren. Wenn sie dann noch Zugang erhalten, um den Zusammenhang zwischen ihrem Projekt und der Strategie zu verfolgen, ist schon viel erreicht.

3. Strategie heisst, Entscheidungen zu treffen

Strategie ist nicht fortschreiben der Vergangenheit im Sinne von «wir wachsen weiterhin mit 5% pro Jahr». Strategie heisst immer, aus mehreren sinnvollen und guten Möglichkeiten eine auszuwählen und diese Auswahl gut zu begründen. Genauso wichtig ist die Entscheidung, was wir nicht tun. Wir müssen also entscheiden, ob wir nach rechts oder links gehen. Geradeaus kann jeder – das hat nicht viel mit Strategie zu tun.

4. Strategie heisst, einen Plan zu haben

Wer sich auf einen Weg festlegt, muss planen. Welche Ressourcen haben wir zur Verfügung? Welche Zeithorizonte sind sinnvoll? Was erwarten unsere Kunden zu welchem Zeitpunkt in welcher Qualität? Dafür gilt es klare Vorstellungen zu entwickeln. Planung heisst, die Schritte zum Ziel zu antizipieren. Das kann durchaus agil in Stories oder Epics geschehen und muss nicht zwingend in einem Wasserfall–Projektplan enden.

5. Strategie heisst, Prioritäten zu setzen

Fokus heisst der Vater der erfolgreichen Umsetzung einer Strategie. Machen wir die richtigen Dinge mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen? Haben wir die Elemente identifiziert, die am meisten Mehrwert schaffen und mit einem kleinen Aufwand verbunden sind? Spätestens hier ist das Weighted Shortest Job First- Prinzip sehr hilfreich.

6. Strategie heisst, Machbarkeit sicherzustellen

Wenn wir strategisch arbeiten, dann gibt es irgendwo das taktische Tagesgeschäft. Damit verdienen wir gerade unser Geld. Jemand muss diese Arbeit in guter Qualität erledigen, während wir uns gleichzeitig auf die Zukunft ausrichten. Wer erfolgreich an neuen Rezepten arbeiten will, sollte sicher sein, dass die Kunden mit den alten Rezepten gut bedient sind – bis die neuen gut funktionieren. Mit anderen Worten: Es braucht eine gute Abwägung zwischen «Run the Business» und «Change the Business».

7. Strategie heisst Transparenz

U-Boot Projekte und sich gegenseitig konkurrierende strategische Initiativen sind der Anfang vom Ende. Wer die Mitarbeitenden in hohem Mass an der Zukunft mitarbeiten lassen will, muss radikal Transparenz schaffen. In guten Unternehmen gibt es einen Ort, wo alle Initiativen in der aktuellen Priorisierung mit dem aktuellen Realisierungsstatus für alle einsehbar sind. Nur so kann Zusammenarbeit effizient funktionieren.

8. Strategie heisst Dynamik

Wir sehen Strategie als lebendigen Organismus und nicht als starren Plan. Wenn Umsetzung, Planung und strategische Vorgaben gut ineinandergreifen, dann kann ein solches System sehr dynamisch auf Marktveränderungen reagieren. Da die drei Ebenen Strategie, Planung und Umsetzung dynamisch gekoppelt sind, können wir schneller Entscheidungen anpassen und sind nicht Opfer eines falschen Plans. Wie sagte John Lennon? “Life is what happens while you are busy making plans”.

9. Strategie heisst, die richtige Methode zu nutzen

Methode ist die Mutter des Gedächtnisses. Eine gute Methode, die Strategie, Planung und Umsetzung nahtlos kombiniert und sie für alle Beteiligten logisch verknüpft, ist Denkplan. Sie bedient sich der Methodik von Sokrates Maps, integriert den Lean Portfolio Ansatz und nutzt den Kanban Ansatz für die Umsetzung. Gleichzeitig kann ich mit modernen Zielsetzungstools wie OKRs arbeiten. Die Methode arbeitet stark mit analoger Greifbarkeit und ist gleichzeitig auch voll digital in einer Software nutzbar. Sie ist skalierbar und lässt sich sowohl auf Einzelpersonen oder Kleinstteams genauso wie für Konzernstrategien anwenden.

10. Strategie heisst Spass

Strategiearbeit muss auch Freude und Spass machen. Das Zusammenschustern von Powerpoint-Charts in 4pt-Schrift über mehrere Monate und das Eintreiben der entsprechenden Kapitelbeiträge der einzelnen Organisationsteilen muss ein Ende haben. Wir erleben immer wieder, wie befreiend kollaborative Ansätze wirken und gleichzeitig Formate liefern, die Effektivität und Effizienz fördern. Die pfiffige Visualisierung einer Strategie spielt hier genauso hinein wie die Nutzung ergänzender Instrumente wie z.B. LegoSeriousPlay®.

Fazit

Eine Firma ohne Strategie ist wie ein Schiff ohne Kompass. Sich treiben lassen mag toll sein für einen Ferientag. Für eine Unternehmung ist dieses Konzept das Ticket zum Desaster. Aus der Strategie als Missverständniss ohne Folgen muss eine dynamische, nachvollziehbare Zukunftsplanung werden. Eine physische Unternehmenslandkarte ersetzt das Powerpoint, Portfolioplanung die projektpolizeiliche Planungsbürokratie und ein schnelles konstruktives Stand-up löst die Rechtfertigungs-Meetings für Statusberichte ab.

Wie funktioniert das in der Praxis?

Wer mit DENKPLAN® arbeitet, braucht nur wenig Zeit zu investieren, um die richtigen Schlüsse zu ziehen. Unsere Kunden schaffen das in wenigen Stunden. Das übliche Feedback, das wir hören: «Noch nie habe ich so schnell den Überblick über die ganze Organisation erhalten. So einfach, so intuitiv und so offensichtlich». Zudem lassen sich die strategischen Handlungsfelder nahtlos mit der Umsetzung verbinden. Transparent, klar und greifbar.

Neugierig geworden? Dann kannst du hier eine 20-min Demo buchen – gratis, aber sicher nicht umsonst.

Über Denkplan

Die DENKPLAN® Methode wurde vor vier Jahren mit ehemaligen Portfolio-Planern von Digitec Galaxus und dem Team von DoDifferent entwickelt. Unterdessen verbreitet sich der Ansatz in hohem Tempo. SBB, Migros, FREITAG oder Emmi, sind neben vielen KMUs glückliche Nutzer. Es hat sich mit dem Denkplan® Verein eine Community gebildet, die das Wissen um die Methode weiterverbreitet und laufend optimiert.

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